Für deutsche Staatsangehörige ist die Einreise nach Brasilien mit einem Reisepass möglich. Dieser muss noch sechs Monate gültig sein. Wenn Sie sich innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nicht länger als 90 Tage in Brasilien aufhalten, benötigen Sie kein Visum. Reisende ab 18 Jahren können sich in Brasilien mit ihrem nationalen Führerschein, wenn dieser älter als ein Jahr ist, einen Mietwagen ausleihen. Zusätzlich sollte ein internationaler Führerschein beantragt, ins Portugiesische übersetzt und vor Ort mitgeführt werden. Junge Fahrerinnen und Fahrer sollten bei der Buchung ihres Mietwagens mit Zusatzgebühren rechnen. Achten Sie bei der Übernahme des Leihautos auf die obligatorische Erste-Hilfe-Ausrüstung sowie einen Feuerlöscher.
In Brasilien herrscht wie in Deutschland Rechtsverkehr. Innerorts liegt das Tempolimit bei circa 30 km/h, außerorts bei 60 – 80 km/h und auf den Autobahnen bei 100 – 120 km/h. Reisende sollten besonders in Städten sehr achtsam fahren, da sich die Einheimischen nicht immer an die Verkehrsregeln halten. Das Telefonieren am Steuer ist in Brasilien ausschließlich unter Verwendung einer Freisprechanlage erlaubt. Es gilt eine strenge 0,0-Promillegrenze und Überschreitungen ziehen hohe Strafen nach sich. Wenn Sie Ihr Fahrzeug abstellen wollen, nutzen Sie am besten öffentliche Parkplätze von Hotels und Einkaufszentren. Lassen Sie Ihre Papiere und persönlichen Dinge aber auch dort nicht im Leihwagen liegen, sondern nehmen Sie diese mit.
Das Straßennetz Brasiliens ist eines der längsten der Welt. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten jedoch abseits der größeren Straßen vorsichtig fahren, da Nebenstraßen oft eine schlechte Qualität aufweisen. Besonders in den ländlichen Regionen gibt es wenige Tankstellen, vorausschauendes Planen der Route bietet sich hier an. Auf vielen Autobahnen in Brasilien wird eine Pkw-Maut erhoben. Wenn Sie Touren in die Regenwaldregion planen, sollten Sie auf einen geländegängigen Mietwagen zurückgreifen, da die Straßenqualität hier deutlich nachlässt. Gerade während der Regenzeit kann es vorkommen, dass Straßen überschwemmt und nicht mehr passierbar sind. Zudem verbieten einige Vermieter das Befahren von unbefestigten Straßen mit dem Mietwagen.
In der Regel ist eine Grenzüberschreitung mit dem Mietwagen aus Brasilien nicht gestattet. Über einzelne Ausnahmen entscheidet die jeweilige Autovermietung. Eine andere Option, um die angrenzenden Staaten Südamerikas zu bereisen, ist die Vielzahl brasilianischer Flughäfen in allen Landesteilen. Von hier aus verkehren dutzende Linien zu allen wichtigen Zielen des Kontinents und weltweit. Vor Ort bietet sich jeweils ein Leihwagen für individuelle Entdeckungstouren an. Achten Sie hierbei jedoch auf die Einreisebestimmungen und Führerscheinanforderungen des jeweiligen Landes.
Ob Großstadtmensch oder Naturliebende – in Brasilien kommen garantiert alle auf ihre Kosten. So wartet im Südosten des Landes Rio de Janeiro auf einen Besuch. Hier findet jährlich der größte Karnevalsumzug der Welt statt. Der Zuckerhut, ein 395 Meter hoher Berg, bietet eine fantastische Aussicht auf Rio de Janeiros lange Strände wie z.B. die Copacabana oder Ipanema. São Paulo als größte Stadt Lateinamerikas liegt etwas südlicher und ist vor allem als Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum bekannt.
An der Grenze zu Argentinien im Südwesten Brasiliens befinden sich die Iguaçu-Wasserfälle. 20 große und 255 kleinere Wasserfälle stürzen bis zu 82 Meter in die Tiefe. Ein besonderer Panoramablick bietet sich von der brasilianischen Seite aus. Von hier schauen Besucherinnen und Besucher in eine u-förmige Schlucht, in die sich gewaltige Wassermassen ergießen. Vor Ort können Sie Ihren Mietwagen auf dem Parkplatz abstellen. Die Wasserfälle erreichen Sie nach einem kurzen Fußmarsch.
Wer den Regenwald erleben möchte, sollte auch eine Reise in den Norden einplanen. Die Millionenstadt Manaus liegt mitten im Dschungel und ist der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge in den Urwald. Hier fließen der Rio Negro mit seinem schwarzen Wasser und der Rio Solimões mit bräunlich-gelbem Wasser zum Amazonas zusammen. Die unterschiedlichen Gewässerfarben vermischen sich jedoch erst nach einigen Kilometern vollständig. Bis dahin bietet ein einmaliges Bild: Ein Fluss, in dem unterschiedliche Wasserfarben nebeneinander fließen.