Mietwagen Santander
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Mietwagen Santander - Tipps für Ihre Reise
Übersicht
Schon zu Zeiten des Römischen Reiches existierte die damals als Portus Victoriae Luliobrigensium verzeichnete Siedlung. Die urbane Entwicklung sollte Santander jedoch erst im 11. Jahrhundert erreichen, als die Stadt im Schutz der San Emeterio Abtei stetig anwuchs. Von dem lateinischen Namen Sancti Emeterii, einem spanischen Märtyrer, dessen Kopf angeblich nach der Enthauptung in die Stadt gebracht wurde, leitet sich auch die heutige Ortsbezeichnung von Santander ab. Santander entwickelte sich dann im Mittelalter zu einer wichtigen Hafenstadt für den Handel mit Kastilien und schließlich auch mit der Neuen Welt. Trotzdem sollte es bis ins Jahr 1755 dauern, bis Santander schließlich die offiziellen Stadtrechte erhielt und seine wirtschaftliche Macht im 18. und 19. Jahrhundert durch diesen Status und die Seefahrt weiter ausbauen konnte. In diesem Zusammenhang wird ein trauriges Ereignis im Verlauf der neueren Stadtgeschichte mit Santander in Verbindung gebracht: Am 3. November 1893 explodierte der in Brand geratene Frachter Cabo Machichaco mit 51 Tonnen Dynamit an Bord im Hafen der Stadt, wobei nahezu 600 Menschen starben und über 500 Menschen verletzt wurden. Das Ereignis zählt zu den folgenschwersten Katastrophen Spaniens, steht aber in der Geschichte Santanders nicht alleine da. Denn 1941 reiht sich ein weiteres Unglück in die Historie. Bei einem Brand wurde fast die gesamte Stadt zerstört. Nach dem Wiederaufbau konnte sich Santander ab Mitte des 19. Jahrhundert zu einem der erlesensten Sommerziele an der Nordküste der Iberischen Halbinsel entwickeln, als auch die spanische Königsfamilie ihr Lieblingsdomizil dort erbaute. Bis heute lebt die knapp 200.000 Einwohner zählende Stadt überwiegend vom Tourismus.
Lage
Santander ist die Hauptstadt der autonomen Region Kantabrien und ist an der Nordküste der iberischen Halbinsel am atlantischen Ozean gelegen. Die Ortschaft ruht ganz im Norden der Region an einer großen Bucht, die von der schmalen Halbinsel Magdalena und der Sandbank Somo begrenzt wird.
Sehenswürdigkeiten
Besonders sehenswert in Santander ist die Halbinsel Magdalena, die bekannt ist für ihre internationale Sommeruniversität, sowie ihr Musik- und Tanzfestival. Dort befindet sich ein traumhafter Park, ein Zoo für Familienausflüge und im Hafen liegen beeindruckende Galeonsschiffe zur Besichtigung. Von besonderem Interesse ist der Sommerpalast, den Alfonso VIII. im Jahr 1912 für die königliche Familie bauen ließ, denn, wie erwähnt, zählte die Peninsula de la Magdalena zu den beliebtesten Rückzugsorten der Königsfamilie. In ebendiesem Palast befindet sich heute die vorgenannte Sommeruniversität, die neben Sprachkursen für ausländische Studenten auch Kurse für die akademische Elite des Landes anbietet.
Zieht es den Besucher zurück in Richtung Stadt, so erreicht man in ihrem Norden den Stadtteil El Sardinero. Dieser eignet sich ausgezeichnet als Badeort und bietet viele Attraktionen. So erwarten einen hier ein kilometerlanger Strand mit feinem weißem Sand, grüne Parkanlagen und zahlreiche elegante Cafés entlang der schönen Plätze und Alleen. Höhepunkt des Sightseeings ist das majestätische Casino, das in strahlendem Weiß gehalten ist. Vor allem im Juli und im August finden fantastische Theatervorstellungen und Konzerte statt. Schließlich seien auch Kantabriens farbenprächtige Folklore-Feste, sowie die gefeierte Handwerkskunst und Küche erwähnt, die ebenfalls einen Aufenthalt in Santander unvergesslich machen. Die Stadt bietet weitere wunderschöne Strände, wie den Playa de Magdalena auf der gleichnamigen Halblinsel, die Strände Playa de los Peligros sowie Playa de Biquinis, die mit ruhigem Wasser und windgeschützten Buchten trumpfen.
Durch die Schäden des Brandes von 1941 gibt es in Santander leider nur neuere oder möglichst getreu rekonstruierte Bauwerke; so auch das Rathaus auf dem Paseo de Pereda Laza del Generalísimo, ursprünglich zwischen 1833 und 1839 errichtet. Die nahe gelegene Kathedrale Nuestra Señora de la Asuncion bzw. ihr Vorgängerbau gehört zu den ältesten Gebäuden der Provinzhauptstadt und geht bis auf das 13. Jahrhundert zurück. Ein weiterer Zeuge des alten Santanders ist der Hafen. Da die Stadt in früher Zeit ein Fischerdorf war, kann man die alten Spuren hier am besten verfolgen. Zum Beispiel eine Besichtigung des Hafens Puerto chico ist dringend angeraten. Ein architektonisches Highlight unter den Bauwerken ist überdies der Leuchtturm an Kantabriens faszinierender Küste. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf das Profil der Küste und die in der Bucht zu kleinen Punkten verschwindenden Schiffe. Bei schlechtem Wetter kann man die Schifffahrtsgeschichte im Trockenen weiterverfolgen: das Maritime Museum des Kantabrischen Meeres ist als Hommage der nordspanischen Region an ihr Meer konzipiert. Im Museo Regional de Prehistoria y Arquelogía kann man wiederum die Landeshistorie zurückverfolgen. Hier sind unter anderem Funde aus den Höhlen von Altamira zu sehen.
Beste Reisezeit
Santander ist vom atlantischen Klima geprägt, das zwar ganzjährig relativ mild ist, jedoch auch regelmäßig hohe Niederschläge und Winde mit sich bringt. Im Winter fallen die Temperaturen meist nicht unter 10 °C, im Sommer steigt das Thermometer auf einen Mittelwert von ungefähr 20 °C. Beste Reisezeit sind somit die sommerlichen Monate Mai bis September, da in diesem Zeitraum die Niederschläge am geringsten und die Sonnenstrahlung am längsten und stärksten ist.
Anreise/Flughäfen
Der alte Flughafen Santanders diente, bevor er für die zivile Luftfahrt genutzt wurde, hauptsächlich der Legion Condor im spanischen Bürgerkrieg. 1953 wurde er durch den Aeropuerto de Santander ersetzt, wo seit 1957 der internationale Flugverkehr startet und landet. In Santander bieten derzeit sowohl Billig- als auch Charterfluggesellschaften Linienflüge von und zu nationalen und europäischen Zielen an. Der Flughafen liegt 5 km südlich des Stadtzentrums, mit dem Mietwagen ist es in nur wenigen Minuten erreichbar. Weiterhin können Sie auch den Flughafen Bilbao anfliegen, der mit 100 km von Santander nur ungefähr eine Stunde Fahrzeit entfernt ist.
Ausflüge und Touren mit dem Mietwagen von Santander
Die Umgebung Santanders bietet viel Sehenswertes. Nur wenige Kilometer von Santander befindet sich die mittelalterliche Stadt Santillana del Mar. Neben einer Besichtigung der Bauwerke sollten unbedingt die Höhlen von Altamira, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen, erkundet werden. Sie gelten als “Sixtinische Kapelle der paläolithischen Kunst” und weisen einige der bedeutendsten Höhlenmalereien des Quartärs auf. In einem angrenzenden modernen Gebäude sind die Anlagen des Museums untergebracht, in dem sich die Neocueva, eine getreue Nachbildung der Motive, die in der Originalhöhle dargestellt sind, bewundern lässt. Von Santander sind Santanilla del Mar und die Höhlen von Altamira nur 30 km entfernt.
Naturfreunde finden in Kantabrien einen beeindruckenden Reichtum an geschützten Landschaftsräumen. Zu den am besten erhaltenen Orten gehören die Naturparks Saja-Besaya und Carbaceno, die Tiere aus allen fünf Kontinenten inmitten einzigartiger Landschaft beheimaten. Bei beiden liegt die Fahrzeit bei ungefähr einer halben Stunde. Wer eine längere Fahrt in Kauf nehmen möchte, der sollte jedoch zu den Picos de Europa fahren, deren Gelände sich teilweise über Asturien und Kastilien-León erstreckt und auf einer immer noch erstaunlich kleinen Fläche ein beeindruckendes Konglomerat von über 200 bis zu fast 3000 Meter hohen Gipfeln birgt. Vor dem Hintergrund dieser einzigartigen Kulisse befindet sich der Nationalpark, der als Rückzugsgebiet vieler bedrohter Tierarten, wie des Auerhahns, des europäischen Braunbärs und des Bartgeiers dient. Um das Kalksteinmassiv, die „Spitzen“ von Europa, bewundern zu können, sollte mit einer Fahrtzeit von 2,5 Stunden gerechnet werden.
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