Brüssel schränkt Autoverkehr in der Innenstadt ein

München, 30.04.2020 | 10:40 | soe

Brüssel plant für die Zeit nach den Einschränkungen durch das Coronavirus eine Neuregelung des Innenstadtverkehrs. Das bereits seit geraumer Zeit als Umweltzone ausgewiesene Gebiet soll ab Anfang Mai zur Vorrangzone für Radfahrer und Fußgänger werden. Auch andere Metropolen werden durch die Pandemie grüner.

Brüssel_Innenstadt

Die Brüsseler Innenstadt wird mit den Lockerungen der Corona-Einschränkungen zur Vorrangzone für Radfahrer und Fußgänger.

Nach Plänen des Brüsseler Bürgermeisters soll ab Mai 2020 für Autofahrer in der Innenstadt eine Maximalgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometer gelten. Fußgänger und Radfahrer dürfen sich überall bewegen und alle Ampeln zeigen lediglich ein gelbes Blinksignal. Die neue Geschwindigkeitsbegrenzung gilt dann auch für Busse und die Straßenbahn. Bewährt sich das Experiment, soll es ab Januar 2021 ausgeweitet werden, unter anderem ist dann eine Maximalgeschwindigkeit von nur noch 30 Kilometer pro Stunde im gesamten Stadtgebiet vorgesehen.
 
Auch in anderen Metropolen überall auf der Welt stehen die Zeichen auf eine grünere Zukunft. Nach einem Ranking der Agentur Resonance Consultancy tun sich unter anderem Wien, Berlin und Madrid in der Stadtplanung, Gestaltung der Grünflächen und zukunftstauglichen Umweltpolitik besonders hervor. Gerade während der Corona-Pandemie sei die Bedeutung dieser Kriterien stark zum Tragen gekommen. Gelobt werden beispielsweise die Berliner Parks und der geringe Pro-Kopf-Wasserverbrauch der Stadt sowie das hohe Umweltbewusstsein der Einwohner.