Um nach Indonesien einzureisen, benötigen Sie als Tourist oder Touristin einen Reisepass sowie ein Visum, das Sie bei der Ankunft vor Ort beantragen können. Dieses ist dann für 30 Tage gültig. In wichtigen Städten, an internationalen Flughäfen und in größeren Hotels sind meist internationale Autovermietungen zu finden. Für die Buchung eines Mietwagens in Indonesien ist ein internationaler Führererschein zusätzlich zum deutschen Führerschein erforderlich. Jedoch ist es nur schwer möglich, unter 21 Jahren ein Auto zu mieten. Die meisten Autovermieter in Indonesien setzen ein Mindestalter von 21 Jahren voraus. Bis 25 Jahre werden darüber hinaus Jungfahrergebühren verlangt.
Es herrscht Linksverkehr in Indonesien. Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt innerorts bei 40 bis 60 km/h, außerorts bei 60 bis 80 km/h und auf Schnellstraßen bei 80 bis 100 km/h. Darüber hinaus ist ein internationaler Führerschein Pflicht – und sollte auch möglichst beantragt werden, da die Polizei insbesondere ausländische Touristen und Touristinnen gerne kontrolliert. Auch wenn es keine feste Promillegrenze gibt, sollte auf Fahren unter Alkoholeinfluss unbedingt verzichtet werden. Im Fall eines Unfalls drohen ansonsten empfindliche Strafen bis hin zu Haft.
Besonders auf den Inseln Java, Sumatra und Bali hat Indonesien sehr gut ausgebaute Straßennetze vorzuweisen. Auch auf den anderen Inseln kommen Urlauber und Urlauberinnen mit dem Mietwagen gut von Stadt zu Stadt – in Kalimantan auf Borneo werden jedoch eher die Flüsse als Verkehrsnetz genutzt; hier sind die Straßen schlechter ausgebaut. Generell sollten Leihwagenfahrer und -fahrerinnen in Indonesien beachten, dass aufgrund uneinheitlicher Verkehrsregeln und teils unübersichtlicher Infrastruktur das Unfallrisiko in den Städten größer ist. Zwischen den größeren Inseln bestehen Fährverbindungen.
Da sich Indonesien über mehrere Inseln erstreckt, sind grenzüberschreitende Fahrten in die Nachbarländer untypisch und werden in den Vertragsbedingungen der meisten Autovermietungen nicht aufgeführt. Aus versicherungsrechtlichen Gründen habe Fährüberfahrten mit dem Mietwagen eine höhere Risikoklasse und werden daher selten angeboten. Für Mietwagenreisende bietet es sich deshalb an, nach Überschreiten der Ländergrenze ein neues Leihauto oder einen Wagen mit Fahrer zu buchen.
Wer sich nicht zwischen Natur, Nachtleben und Kultur entscheiden kann, muss das auch nicht – mit dem Mietwagen dürfen Reisende von allem etwas mitnehmen. Als Ausgangspunkt für Naturfreunde und -freundinnen bietet sich der Gunung-Leuser-Nationalpark auf der Insel Sumatra an, der vom Flughafen aus mit dem Auto in etwa vier Stunden zu erreichen ist. In diesem riesigen Regenwaldgebiet können Abenteurer und Abenteurerinnen Orang-Utans beobachten und in glasklaren Flüssen baden. Auch um einen Abstecher auf die Insel Java kommt niemand herum. Die buddhistische Tempelanlage Borobudur, die größte Südostasiens, zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und liegt im Zentrum der Insel.
In der historisch bedeutsamen Stadt Yogyakarta dürfen Urlauber und Urlauberinnen den prächtigen Sultanspalast besichtigen, um dann den Abend auf einem bunten Straßenfest ausklingen zu lassen. Yogyakarta war die erste Hauptstadt des Landes und ist dank seiner vielen Universitäten heute ein wichtiges Bildungszentrum Indonesiens. Laut, lustig und lecker wird es in der Millionenmetropole Jakarta im Westen der Insel: Die multikulturelle Hauptstadt pulsiert im Trubel von lärmenden Märkten, brutzelndem Fingerfood und chaotischem Straßenverkehr. In zahllosen Clubs, Kneipen und Karaoke-Bars dürfen Reisende abends mit den lebensbejahenden Indonesiern und Indonesierinnen tanzen und feiern.
Die Insel Bali lockt mit blütenweißen Stränden, märchenhaften Reisterrassen und historischen Tempelanlagen. Auch hier gibt es ein aufregendes Nachtleben zu entdecken, ob in den Clubs der Städte oder bei Sonnenuntergang an den Stränden. Einsame Strände und exotische Tierarten finden Urlauber und Urlauberinnen auf der kleinen Insel Rinca, die einen der drei weltweit letzten Lebensräume für die bis zu drei Meter langen Komodowarane darstellt. Nasenaffen, Orang-Utans, Borneo-Elefanten und viele andere nahezu ausgestorbene Tierarten gibt es in den üppigen Regenwäldern Borneos zu sehen, der drittgrößten Insel der Welt, deren südlicher Teil zu Indonesien gehört. Ethnologisch Interessierte zieht es auf die Insel Sulawesi, auf der viele indigene Bräuche, historische Bauwerke und ein ausgeprägter Totenkult erhalten geblieben sind.