Mietwagen Lemberg
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Mietwagen Lemberg - Tipps für Ihre Reise
Übersicht
Lembergs ukrainischer Name Lwiw geht auf die Schenkung der hier errichteten Burg an den Fürstensohn Lew zurück. Dessen Vorname hatte im 13. Jahrhundert die Bedeutung „Löwe“ und so ist das Lemberger Wappentier noch heute in unterschiedlichen Darstellungen der architektonischen und bildhauerischen Ausschmückungen der Stadt präsent. Die alte Universitätsstadt war lange Zeit der polnischen Krone unterstellt, bevor sie bis 1918 der k. u. k. Monarchie angehörte. Auch zwischen den Kriegen herrschten noch einmal die Polen und erst in der Sowjetzeit und ab 1991 als Teil der unabhängigen Ukraine ist das Polnische als bestimmender sprachlicher und demographischer Faktor zurückgedrängt worden. Lemberg hat sich zu einer beliebten Touristendestination entwickelt und wurde zu einem der vier ukrainischen Austragungsorte der UEFA Euro 2012 ernannt. In der neu errichteten Arena Lwiw finden insgesamt drei Vorrundenspiele der Gruppe B statt, davon gleich zwei mit Beteiligung der Deutschen Nationalmannschaft.
Lage
Lemberg bzw. Lwiw ist Hauptstadt der gleichnamigen Oblast, die ganz im Westen der Ukraine liegt und an Polen grenzt. Sie wird von dem kleinen Strom der Poltwa durchquert, die bald hinter der Stadt in die Bug mündet. Als eine der wichtigsten kulturellen Zentren der Ukraine umfasst Lemberg heute etwa 730.000 Einwohner. Das „kleine Paris der Ukraine“ gilt als eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität innerhalb der osteuropäischen Nation.
Sehenswürdigkeiten
Die Innenstadt Lembergs ist in den bewaffneten Konflikten der Vergangenheit auf wundersame Weise vor weitreichenden Schäden verschont geblieben. Weder die Weltkriege und die deutsche Besatzung, noch die Zugehörigkeit zur Sowjetunion haben Entscheidendes am Bild der Altstadt verändert und nicht nur die UNESCO entschloss sich, diese einzigartige architektonische Melange von Stilen, Epochen und Kulturen zu würdigen. Seit dem Jahr 1998 steht das historische Zentrum Lembergs auf der Liste des Weltkulturerbes. Viele Paläste und Repräsentationsbauten im Renaissance-, Klassizismus- und Barockstil haben die Zeiten überdauert und auch diverse Beiträge aus dem Jugendstil, wie der geschmackvolle Hauptbahnhof, sind vor allem aus der österreichischen Periode erhalten. In den äußeren Bezirken konnte natürlich, wie so häufig und auch aufgrund der massiven Bevölkerungszunahmen unter sowjetischen Verhältnissen, die Errichtung der für die Nachkriegszeit typischen Plattenbauten nicht vermieden werden.
Das Nationalmuseum von Lemberg bietet einen reichen Überblick über die ukrainische Kultur und Kunst jeglicher Disziplin. Schon der Anblick des mit Stuckarbeiten überhäuften Dunikowski-Palastes, einer außergewöhnlichen Villa, in der die Sammlung ihre Behausung gefunden hat, ist den Besuch wert. Auch die Darstellenden Künste haben einen würdigen Rahmen im Gebäude des Lemberger Opern- und Balletttheaters gefunden. Der im Jahr 1900 eröffnete Bau überwältigt sowohl im Innenraum als auch an seiner äußeren Fassade mit Skulpturen und schmückenden Ornamenten. Die älteste Universität der Ukraine befindet sich in Lemberg. Bereits 1661 gegründet, befindet sich das heutige Hauptgebäude der Hochschule im prachtvollen ehemaligen Galizischen Landtag, an dem zum Beispiel der weltberühmte österreichische Schriftsteller Joseph Roth und der polnische Philosoph und Science-Fiction-Autor Stanisław Lem studierten.
Verschiedene christliche Glaubensrichtungen haben in Lemberg ihre Gotteshäuser errichtet. Die 250 Jahre alte Sankt-Georgs-Kathedrale überblickt die Stadt auf einer Anhöhe und präsentiert sich in barocker Ausgestaltung, während die Armenische Kathedrale, deren älteste Teile auf das 14. Jahrhundert zurückdatieren, vor allem wegen ihrer schönen, farbenfroh gestalteten Gewölbe im Innenraum im Gedächtnis bleibt. Ein außergewöhnliches Beispiel eines von bürgerlicher Seite veranlassten Sakralbaus ist die Boim-Kapelle: Ihre Fresken und Reliefs, die beinah jede Stelle der auf quadratischem Grundriss errichteten Gemäuer bedecken, lassen alle Passanten, die die kleine Kirche zum ersten Mal sehen, nähertreten. Eine große Anzahl an Grünflächen und Parkanlagen schließlich laden die Einwohner und Besucher Lembergs zum Verweilen und Flanieren ein.
Beste Reisezeit
Wer zum Beispiel die durchschnittlichen -4 °C im kältesten Monat Januar nicht scheut, kann bedenkenlos einen kulturellen Besuch in Lemberg auch während des Winters unternehmen. Relativ milde Frühlings- und Herbstmonate bieten aber wesentlich angenehmere Bedingungen und lassen die Parks der Stadt in voller Blüte erstrahlen. Im heißesten Monat Juni, der im Schnitt 18 °C aufweist, fällt jedoch auch vergleichsweise der meiste Niederschlag.
Anreise/Flughäfen
Lemberg ist zum Beispiel von München ca. 1200 Kilometer entfernt. Neben einer guten Bahnanbindung in nahezu gerader Linie über Wien und Budapest kann die Distanz auch mittels eines Direktflugs überbrückt werden, entsprechende Verbindungen werden etwa von Dortmund, München und Wien angeboten. Der nur 6 km von der Innenstadt entfernte Flughafen Lwiw ist für die Europameisterschaft 2012 modernisiert worden und mit verlängerter Startbahn und einem neuen Terminal für größere Kapazitäten gewappnet.
Ausflüge und Touren mit dem Mietwagen von Lemberg
Im Umland Lembergs finden sich eine Reihe interessanter Städte und Dörfer, die sie mit ihrem Mietwagen erkunden können. Fahren Sie hinaus in die grüne Landschaft und besuchen Sie zum Beispiel das etwa 60 km östlich gelegene Solotschiw mit seinem fast 500 Jahre alten Schloss. Das Anwesen, das in seiner langen Geschichte verschiedensten herrschenden Mächten dienen musste, ist in den 80er Jahren unter Mitarbeit der Lemberger Kunstgalerie restauriert worden und bietet inzwischen verschiedene Ausstellungen an. Neben dem kleinen Schlossgarten befindet sich seit Ende des 17. Jahrhunderts auch der Chinesische Palast.
Das Schloss bildet zusammen mit der Burg von Olesko und dem Schloss Sanguczko in Pidhirzi ein „Goldhufeisen“, das Lemberg umgibt. Das vielleicht ehemals prachtvollste Anwesen stellt jenes in Pidhirzi dar und, obwohl umfangreiche Restaurierungsarbeiten geplant sind, befindet es sich aufgrund der schwierigen Finanzierung immer noch in einer Art Dornröschenschlaf; man kann den Komplex aber besichtigen und die gigantischen, verfallenen Mauern und der sich selbst überlassene Garten kreieren eine ganz besondere, leicht morbide Atmosphäre. Nur 24 km von hier liegt der geschichtsträchtige Ort Brody, der in einigen Winkeln noch von der ruhmreichen Vergangenheit einer ehemals bedeutenden Handelsstadt zeugt.
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