Mietwagen Kiew
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Mietwagen Kiew - Tipps für Ihre Reise
Übersicht
Der genaue Gründungszeitpunkt der heutigen Metropole ist nicht genau zu bestimmen, aber mit Sicherheit lässt sich sagen, dass es sich bei Kiew um eine der ältesten Städte Osteuropas handelt. Wahrscheinlich um das 9. Jahrhundert entstanden, galt der Ort traditionell als wichtige Transitstelle und Handelszentrum. Begehrt und umkämpft fielen die Stadt und Teile des umliegenden Gebiets der heutigen Ukraine im Laufe des Mittelalters in die Hände vieler Herrscher. Zunächst regierte die Krone Litauens, danach die Polens und schließlich das russische Zarenreich bzw. Imperium. Unabhängigkeitsbemühungen waren kurzlebig und konnten schlussendlich erst nach der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg und der folgenden jahrzehntelangen Zugehörigkeit zur Sowjetunion erreicht werden, als die Ukraine 1991 als eigenständiger Staat und Kiew als ihre Hauptstadt ausgerufen wurde.
Lage
Die ukrainische Hauptstadt liegt mittig im Norden des Staatsgebietes. Die Metropolregion Kiews erstreckt sich zu beiden Seiten des gigantischen Flusses Dnepr, der die Ukraine durchquert und sich an ihrer südlichen Küste in das Schwarze Meer ergießt. Eine Reihe von Schleusen und Stauseen haben den Strom schiffbar gemacht und zu einem bedeutenden Faktor der Wirtschaft und des Transportwesens der Ukraine werden lassen. Die rechte, westliche Uferseite ist bedeutend hügeliger und durch kleine Flüsse durchzogen. Die flachere linke Seite wurde später besiedelt und musste teilweise erst durch Aufschüttungen und Dämme künstlich angelegt werden.
Sehenswürdigkeiten
Seit jeher das Zentrum der christlich-orthodoxen Kirche des Ostens, ist Kiew mit einer Vielzahl an enormen Gotteshäusern gesegnet, die typischerweise durch von Weitem sichtbare goldene Kuppeln gekrönt sind. Hervorzuheben sind die beiden heiligen Stätten der Sophienkathedrale und des Höhlenklosters, die jeweils auf eine etwa 1000jährige Geschichte zurückblicken und dem UNESCO-Weltkulturerbe angehören. Letzteres stellt einen ganzen Gebäudekomplex dar, der in seiner Gesamtheit von unterer und oberer Lawra eine Vielfalt von Klöstern, Grabstätten, Türmen und Museen vereint. Die namensgebenden Höhlen befinden sich seit Anbeginn der Errichtung unterhalb der Anlage und werden von den Mönchen als Rückzugsorte für Gebete genutzt. Weiters sollte man dringend das blau-golden erstrahlende St.-Michaelskloster besichtigen, sowie die St.-Nikolaus-Kirche am Wasser, die in vollem Umfang durch den Dnepr umspült wird, und die Wladimirkathedrale, in der vor allem der farbig ausgestaltete Innenraum das Auge blendet.
Das riesige Goldene Tor, das vor einem Jahrtausend entstand und lange Zeit als Hauptpforte und eine Art Triumphbogen diente, ist vor vielen Jahren rekonstruiert worden und beherbergt heute ein Museum. Die nach diesem Monument benannte, unweite Metrostation Zoloti Vorota, wurde 1989 eröffnet und gilt als eines der letzten großen und gelungenen Bauwerke der Sowjet-Zeit. Mit Mosaiken und Kronleuchtern verzierte Säulen und Rundbögen beschwören die Ästhetik alter orthodoxer Sakralbauten. Wen es zu den ukrainischen Meistern der bildenden Kunst zieht, sollte den repräsentativen Bau des Nationalen Kunstmuseums aufsuchen. Hinter den klassizistischen Säulen des Komplexes wird eine wachsende Kollektion von derzeit etwa 20.000 Ausstellungsstücken ins rechte Licht gerückt. Nahe des Dnepr-Ufers findet sich der schöne barocke Marienpalast, der ehemals kaiserlichen Gästen eine prachtvolle Behausung bot und heute Sitz des ukrainischen Präsidenten ist.
Auch andere architektonische Stile haben ihren Einzug in das Stadtbild Kiews feiern können, wie das einmalige, im Jugendstil errichtete „Haus mit den Chimären“, das ursprünglich als Apartementgebäude am Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurde und dem Staat seit einigen Jahren zu repräsentativen und offiziellen Zwecken dient. Sein an einem Hang angelegter Grundriss ist geschmückt mit kunstvoll ausgearbeiteten Fassaden und Dachskulpturen, die in zahlloser Fülle aus der Motivik des Tierreichs und der Mythologie schöpfen. Nicht versäumen sollte man weiterhin einen Besuch des im Stil der Neo-Renaissance errichteten Opernhauses von Kiew, das schon von seiner äußeren Schönheit den Weg entlohnt. Traditionell sind die Bürger Kiews jedoch auch äußerst interessiert an dem, was auf der Bühne geschieht; die darstellende Kunst hat hier eine solche Bedeutung, dass folgerichtig das Datum der Uraufführung im damaligen Vorgängerbau gar zu einem städtischen Feiertag erklärt wurde.
Beste Reisezeit
Das Kontinentalklima Kiews führt zu frostig kalten Wintermonaten. Was einem den romantischen Kulturbesuch der Stadt grundsätzlich nicht verderben muss und einen eigenen Charme entwickelt, wird viele aber trotzdem eher abschrecken. Nach dem März wandelt sich das Wetter dann rapide, wird immer wärmer und ab Mai fällt die Durchschnittstemperatur für vier Monate nicht mehr unter 15 °C. Der Juli ist mit gewöhnlichen Höchsttemperaturen von 25 °C der heißeste, aber auch niederschlagsreichste Monat.
Anreise/Flughäfen
Üblicherweise kommt man als westeuropäischer Besucher in Kiew am internationalen Terminal des größeren der beiden Flughäfen, Kiew-Boryspil, an. Dieser bedeutendste Airport des Landes ist durch verschiedene Fluggesellschaften auch mit einer ganzen Reihe von Destinationen des deutschsprachigen Raumes verbunden.
Ausflüge und Touren mit dem Mietwagen von Kiew
Wer sich für die Vergangenheit der ukrainischen Kultur interessiert, sollte im südlichen Anschluss an die Hauptstadt unbedingt das Museum für Volksarchitektur und Sitten der Ukraine besuchen. Das über 100 ha große Freilichtmuseum orientiert sich an der vielschichtigen Vergangenheit der Ukraine und ist in geographische Teilbereiche gegliedert, die sich mit den verschiedenen Traditionen und Bräuchen der Völker befassen und die spezifischen Handwerkskünste und Bauweisen der einzelnen ukrainischen Regionen studieren.
Wenn Sie etwa 120 km vom Dnepr gen Westen fahren, erreichen Sie die Stadt Schytomyr, ein bedeutender Hochschulstandort, in dem unbedingt das Kosmonautik-Museum besucht werden sollte. Zur Erholung kann man in einer ukrainischen Gaststätte einkehren und einen Spaziergang durch die außergewöhnlich vielen Park- und Grünanlagen unternehmen. Die Schönheit und architektonische Bedeutung der im russisch-byzantinischen Stil errichteten Verklärungskathedrale ist weit über die Stadt hinaus bekannt.
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